SV Hubertus Gr. Lafferde

Von der Gründung bis 2010

 

1953 wurde unser Schützenverein Hubertus Groß Lafferde e.V. gegründet und besteht nun (2016) 63 Jahre.

Den Antrieb zu der Gründung gab damals Karl Burgdorf und suchte Gleichgesinnte, die er in dem Müller Wilhelm Lampe, Karl Föste, Karl Singestreu, Richard Kretzschmar, Heinrich Bomke und den damaligen Gastwirt Heinrich Behrens fand. Also wurde am 25. Juli 1953 der Verein gegründet. Im gleichen Jahr schloss sich auch Hermann Cramm der Männerrunde an, dass man auch durchaus sagen kann, er gehört auch zu den Gründungsmitgliedern.

Die erste Mitgliederversammlung fand am 13. Mai 1954 in der Gastwirtschaft Heinrich Behrens (heute H.- O. Schierding) statt. Folgende Mitglieder wurden in den 1.Vorstand gewählt:

unter dem Namen :                         "Kleinkaliber Schützenverein Groß Lafferde"

1. Vorsitzender Karl Burgdorf
2. Vorsitzender Heinrich Bomke
1. Kassierer Richard Kretzschmar
1. Schriftführer Karl Singestreu
1. Schießwart Heinrich Bomke
     

Im Laufe der Jahre wurde nicht nur Kleinkaliber geschossen. Das 1. Luftgewehrschiessen fand am 13. Februar 1955 in der Gastwirtschaft Behrens statt.

Die Mitgliedschaft im Deutschen Schützenbund konnte erworben werden. Wir waren der 5. Schützenverein des Kreises Peine.

1956 konnte der erste Kreismeistertitel im Mannschaftsschiessen errungen werden. An diesem Erfolg waren die Schützen Richard Lütgering, Hermann Cramm, Siegfried Grunst und Karl Singestreu beteiligt. Seit dieser Zeit sind die Hubertusschützen in den Spitzengruppen des Kreisverbandes zu finden. Es werden fast in jedem Jahr Kreismeistertitel und Rundenwettkampfsiege nach Groß Lafferde gebracht.

Es war die Zeit der ersten Freundschaftsschiessen gegen auswärtige Vereine selbst über die Grenzen des Kreisverbandes hinaus, wie z.B. KKSV Lengede, Flora Lebenstedt, Broistedt, Söhlde und Oedlum.

In den ersten Jahren nach der Gründung des Vereins war es nicht leicht, zu den auswärtigen Vereinen zu kommen, denn Autos hatte noch keiner.

1957 gab es einen Schießwartlehrgang, an dem Karl Singestreu teilnahm. Die Leistungen im Sportschiessen wurden immer besser und wir hatten immer mehr Erfolge bei den Kreismeisterschaften.

Die Firma Walther brachte das Luftgewehr Modell 55 mit einem Matchabzug auf den Markt, das war schon etwas Besonderes in dieser Zeit. Von unserem Verein wurde dieses Gewehr gekauft.                                                                               nach oben

Nach einigen Jahren kamen Luftpistolen auf den Markt und schon bald hatte unser Verein eine Luftpistolen-Mannschaft zusammen. Die ersten Pistolenschützen waren Hermann Cramm, Richard Lütgering, Bernhard Homann, Horst Handelmann und Rolf Faupel.

Die erste Kreismeisterschaft im Luftpistolenschiessen gewannen die Groß Lafferder Schützen.

Trainiert wurde natürlich auch. Die Trainingsabende im Vereinslokal Behrens begannen immer mit einem erheblichen Aufwand. Geschossen wurde immer auf dem Saal. Die fünf 10-Meter-Stände mussten jeden Abend auf, aber auch nach dem Training abgebaut werden. Es standen 5 handbetriebene Seilzuganlagen zur Verfügung. Aber dieser Aufwand hielt keinen vom Training ab.

1959 wurde die erste Satzung zwecks Eintragung des Vereins vorgenommen und erhielt nun den Namen "Schützenverein Hubertus Groß Lafferde e.V.".

Das Vereinslokal wechselte 1959 seinen Besitzer und stand nun unter der Leitung von Hermann Horstmann. Der Schiessbetrieb entwickelte sich durch den neuen Vereinswirt sehr positiv.

Im April 1961 fand wieder ein Besitzerwechsel statt. Otto Schierding wurde neuer Inhaber.

Die Mitgliederversammlung des "SV Hubertus Groß Lafferde e.V." beschloss eine Fahne anzuschaffen. Man einigte sich auf eine Standarte nach dem Entwurf von Siegfried Quedenfeld. Die Standarte erhielt das Wappen der Gemeinde Groß Lafferde und das Hubertusemblen des Vereins.

Am 13. Juli 1963 dem Vorabend des Volksfestes, also zum 10-jährigen Bestehen des Vereins, wurde die Standarte im Vereinslokal Schierding geweiht. Die Weihe vollzog der Kreisschützenmeister Fritz Klimke aus Hämerlerwald. Die Patenfahne war die älteste Schützenfahne aus dem Kreis Peine von Horrido Eltze.

Es gab aber noch Schießaktivitäten wie Schweinepreisschiessen, welches gut angenommen wurde. Heinrich Hachmeister lieferte hierfür zum günstigen Preis ein Schwein, das von Helmut Clever und Hans-Otto Schierding kostenlos geschlachtet und zu Preisen zerteilt wurde. bei der Preisverteilung gab es auch ein zünftiges Schlachteessen.

Nicht nur Schiesssportliches, sondern auch baulich veränderte sich in der Zeit einiges. In Eigenleistung wurde damals am Schützenhaus eine Toilettenanlage gebaut. Ohne Wasserspülung. Fliessend Wasser gab es damals noch nicht im Schützenhaus, es wurde immer von den Mitgliedern in Kanistern mitgebracht.                                                                                     nach oben

Der Kleinkaliberstand wurde durch einen motorisierten 50m Scheibenzug modernisiert, diese Arbeiten führten die Fachleute Karl Krusch und Otto Koch durch.

Seit 1974 wurden auch die Damen im Schützenverein aktiv, sie nahmen schon nach kurzer Zeit erfolgreich an Wettkämpfen teil.

Im Herbst führte man das Hubertusschiessen durch, bis dahin reine Männersache. Nun rücken die Damen nach und schossen erstmalig eine Hubertuskönigin aus, es wurde Karin Kretzschmar.

Seit 1975 wurde das Volksfest vom Schützenverein ausgerichtet und die erste Damenkönigin wurde Elisabeth Hoff.

1977 wurde dann mit dem Bau der ersten 5 Luftgewehrständen begonnen, in reiner Eigenarbeit der Vereinsmitglieder. Da die eigenen Mittel nicht immer ausreichten, halfen hier der Ortsrat und die Gemeinde mit finanzieller Unterstützung.

1983 wurde Karin Kretzschmar drittplazierte Landesschützenkönigin, Klaus Hoff wurde Landesschützenkönig.

Diese Zeit brachte einen Aufschwung, es konnten mehr Mannschaften zu den Rundenwettkämpfen gemeldet werden. Schon bald reichte der Aufenthaltsraum und die 5 Luftgewehrstände nicht mehr aus.

1987 wurde dann mit der Erweiterung des Aufenthaltsraumes, weiterer Luftgewehrstände und einer Toilette mit Wasserspülung begonnen. Die Strom- und Wasserversorgung bereiteten große Schwierigkeiten. Durch Verhandlungen mit Ortsrat, Gemeinde, Hastra, Post und Wasserverband wurde auch dieses möglich gemacht. Dieses war der größte Fortschritt (endlich kein Wasser in Kanistern mehr schleppen).

Den Vertretern der Gemeinde haben wir hier sehr viel zu verdanken, sonst hätte der Umbau nicht verwirklicht werden können. Nach der Fertigstellung verfügen wir nun über 12 Luftgewehrstände mit modernen Scheibenzuganlagen. Es wurden sämtliche handwerklichen Arbeiten von den Vereinsmitgliedern in Eigenarbeit unentgeltlich in der Freizeit ausgeführt.

Heute verfügen wir über ein Schützenhaus auf das wir stolz sein können und von manchen Vereinen beneidet werden. Neben optimalen Trainingsbedingungen werden auch noch etliche andere sportliche Aktivitäten angeboten und nicht nur für Mitglieder! Zum Beispiel : Nichtaktivenschießen, Ostereierschießen, Vatertagsschießen, Pfingstlagerfeuer, Fahrradtour, Vereinspreisskat, Hubertusfeier und Weihnachtsfeier.

Im Herbst findet ein Vereinspokalschiessen der örtlichen Volksfestvereine statt und im Frühjahr wird für die Damen anderer Vereine ein Damenvereinspokalschiessen angeboten.

Für das Volksfestschiessen stellt der Schützenverein die gesamte Schiessanlage mit Gewehren und Aufsichtspersonal zur Verfügung.

 Könige der Volksfestgemeinschaft seit 1968.

Seit etlichen Jahren nehmen Mannschaften auch aus unserem Verein an den Landesmeisterschaften im Luftgewehr- und Kleinkaliberschiessen teil. Es traten z.B. besonders hervor: Siegfried Quedenfeld und mehrfach Hannelore Baumgarten.

Elektrische Neuinstallation des Kleinkaliberstandes fand statt. Die Anlagen wurden ausgestattet mit Kamera und Bildschirm. Ein Stand wurde so eingerichtet, das man auch Sportpistole schießen kann. Diese technische und elektrische Installation verdanken wir unseren Schützenbrüdern Manfred Aßmann und Walter Lambrecht.

2001 - 2002 wurde der Anbau einer Küche und einem angrenzenden überdachten Freisitz verwirklicht, den auch die Vereinsmitglieder für sich möglich gemacht haben.

Die Vereinsältesten (Zugehörigkeit), noch Aktiven in Kleinkaliber, Luftgewehr und Pistole an Wettkämpen Teilnehmer sind: 2007 Siegfried Grunst, Richard Lütgering und Helmut Altmann.

2005 KK Stand neu ausgekleidet (Peter Kretzschmar) weil es nicht den Sicherheitsrichtlinien entsprach.

Sandra Hansen zeigt sich für Hubertus Groß Lafferde bei den Kreismeisterschaften immer wieder in bester Form.

Kim Lambrecht wurde 2005 in den Landeskader der Sportschützen berufen.

Seit 2006 verfügen wir für die Jüngsten über ein Lasergewehr, was allen große Freude bereitet.

2006 kam die Aufforderung unsere KK-Anlage umweltgerecht aufzuarbeiten. Die kontaminierte Erde musste vor dem Stand ausgehoben werden und gesondert entsorgt werden. Wir hatten nur Schwierigkeiten.

Seit 2009 haben wir eine Super Jugend mit den Trainern Tanja und Frank Eickmann mit Teilnehmern in dem Kreiskader Matthias Brtschitsch. Sabrina Hebekeuser schafft es sogar 2010 einige male zur Teilnahme in München mit 13 Jahr und wird danach auch Trainiert vom Landestrainer Pistole Philip Bernhard. Von unserer Seite viel Glück und weiterhin immer Fleiß.

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